Da ich ein Faible für individuelle Städtetrips und intensive Drogentrips habe, ging es dieses Jahr im August für 5 Tage nach Amsterdam. Drogentrips? Spaß. Die niederländischen Drogengesetze waren nicht das Kriterium, warum es uns nach Amsterdam verschlagen hat. Auch ohne Cannabis-Konsum ist die niederländische Hauptstadt einen Besuch wert.
Am Bahnhof angekommen – wohin müssen wir eigentlich?
Berlin – Amsterdam. Nach 6,5 Stunden sind wir am Bahnhof “ZUID” angekommen, der etwas Außerhalb liegt. Nun standen wir da also. Gepäck in der Hand und vollkommen ohne Plan. Irgendwie hatte vorher niemand nachgeguckt, wie wir vom Bahnhof aus zum Hotel kommen. Auch einen Reiseführer / Stadtkarte hatten wir nicht – wir wussen also weder wo wir sind noch wie das öffentliche Verkehrsnetz in Amsterdam funktioniert.
Naja, egal, also ab ins Taxi. 20 Euro später waren wir da: Ein Ibis – Hotel fast im Zentrum. Perfekt.
Erster Besuch der Innenstadt – wie Prenzlberg in XXXL
Wer unter einer Menschenphobie leidet, sollte Amsterdam vielleicht meiden. Denn die Gassen in der Innenstadt sind sehr voll. Überall junge Menschen verschiedenster Nationalitäten. Neben den vielen Coffeeshops ist die Innenstadt noch zugepflastert mit: Pubs, Fress-Buden aller Art, Headshops (Bongs, Rauchzubehör), Samenshops und Mode-Läden. Wenn man die Coffeeshops weglässt, könnte man denken, dass man in einem überdimensionierten Prenzlauer Berg gelandet ist. (dit is’n Berliner Szene-Bezirk)
Ein Coffeshop-Besuch in Amsterdam – wie läuft das ab
In der Amsterdamer City ist die Coffeeshop-Dichte extrem hoch. Klar, vermutlich fährt auch ein großer Teil der Touristen genau wegen dieser Coffeshops nach Amsterdam. Eigentlich unterscheiden sich die Coffeshops nur von ihrer Einrichtung und ihrem Ambiente – manche bieten solche fantastischen Extras wie “air-conditioned Smoking-Rooms” , andere versuchen mit Jamaika / Bob Marley Interior die Kundschaft zu locken.
- In Coffeshops wird kein Alkohol ausgeschenkt – hier wird Tee oder Brause getrunken
- In Coffeshops herrscht offiziell Rauchverbot – man darf dort also eigentlich keinen Tabak rauchen, der Konsum von Cannabis ist jedoch erlaubt (klingt absurd, ist aber kein Witz)
- Je weiter man an den Rand der Innenstadt geht, desto günstiger werden die Preise
- Wenn man einen Coffeeshop betritt, erhält man an der Theke eine Karte. Auf dieser stehen die verschiedenen Sorten und Preise, oft werden auch Kuchen, Muffins, usw. angeboten (mit entsprechendem Inhalt natürlich
)
Das Rotlichtviertel in Amsterdam – Red Light District
Gar keine Frage – wer nach Amsterdam fährt, macht auch mal einen “Abstecher” ins Rotlichtviertel.
Naja, es ist eher ein großes Touristen-Viertel. Sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben. Für jemanden, der selber aus einer Großstadt kommt, ist das ganze aber sicherlich weniger Spektaktulär. Und für Sex-Touristen gibt es sicherlich auch bessere Anlaufstellen als das Amsterdamer Rotlichtviertel. Aber die Atmosphäre ist in den Abendstunden ganz nett…
“Goldene” Tipps für Deinen Amsterdam Besuch:
- Die Versuchung ist groß, man wird andauernd angesprochen – aber verzichte lieber darauf, Kokain von den zahlreichen Strassendealern zu kaufen. Das ist auch in Amsterdam illegal.
- Kein Alkohol auf offenere Straße außerhalb der Innenstadt trinken - das ist tatsächlich nicht erlaubt.
- Achte auf den Verkehr! Achte auf Fahrradfahrer! In der Innenstadt sind mehr Fahrräder als Autos unterwegs. Die kommen wirklich von allen Seiten …
- Miete dir ein Fahrrad! Es gibt mehrere “Rent a Bike” – Anbieter – der Spaß ist zwar nicht ganz günstig, aber die Amsterdamer Innenstadt ist komplett auf Fahrradfahrer ausgerichtet. Von daher kann man per Fahrrad die Stadt sehr gut erkunden. Lustig ist’s auch.
- Nimm genug Taschengeld mit – Amsterdam ist teuer. Drecks Döner Amsterdam: 5,5 €. Drecks Döner in Berlin: 2 €.
- Vorsicht mit Cannabis! Ehrlich. Wenn man sonst nie kifft und übermutig in einem Amsterdamer Coffeeshop sich einen fertig gedrehten Joint reinzieht, kann das schnell nach hinten losgehen. Trotz Legalität sollte man die Wirkung von Cannabis nicht unterschätzen.
- Vorsicht mit Cannabis Teil 2 – Nimm nichts mit nach Hause. Die Beamten vom Deutschen Zoll begutachten dich gerne mal etwas genauer.
- Nimm ein Hotel in der Innenstadt! Die Hotelpreise sind in Amsterdam verhältnismäßig hoch. Trotzdem solltest du nicht am falschen Ende sparen und eines der zahlreichen, günstigeren Hotels außerhalb der Innenstadt nehmen. In richtigen Großstädten wie Rom oder Paris mag das vielleicht ok sein, für Amsterdam aber nicht wirklich empehlenswert, da sich das ganze (Touristen-) Leben in der recht kleinen Innenstadt abspielt.
Haha. Cooler Bericht über AMSTERDAM. War auch schon oft dort werde diese Jahr auch nochmal hin.